Worum geht's?
Die größte Herausforderung unserer Zeit ist mit Sicherheit der Klimawandel. Diesen soweit es geht einzudämmen sollte nicht nur ganz oben auf der To-Do Liste der Weltgemeinschaft stehen, sondern ist auch die oberste Priorität
unseres Projektes.

Brasilien kommt beim Kampf gegen den Klimawandel eine besondere Rolle zu.

  • Auf der einen Seite liegt der größte Teil des auch als grüne Lunge bezeichneten Amazonas-Regenwaldes innerhalb des brasilianischen Staatsgebietes. Brasilien ist außerdem das Land mit den weltweit größten Süßwasserreserven.

Dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, darum muss und soll es in unserem Projekt gehen.

Initiativen zum Schutz von noch bestehender Natur gibt es bereits viele, welche einen wichtigen Beitrag insbesondere zum Erhalt des Amazonas-Regenwaldes leisten. Was aber ist mit solchen Gebieten, die bereits den Prozess der Degeneration durchlaufen haben?

Die Mata Atlântica, Brasiliens zweitgrößtes Regenwaldgebiet wird bereits seit 500 Jahren abgeholzt, Monokulturen haben dem Boden die Nährstoffe entzogen und der ausbleibende Regen erlaubt nicht einmal mehr die Nutzung als Weideland für Rinder. Heute sind mehr als 90% der ehemaligen Fläche entwaldet. Die Wiederaufforstung eben solcher Landstriche wird eine zunehmend wichtigere Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel spielen. Die ETH Zürich hat vor kurzem eine Studie veröffentlicht, in welcher die Wiederaufforstung unbenutzter Gebiete als effizientestes Mittel zur Eindämmung der Erderwärmung bezeichnet wird. Die bisherigen Konzepte von Wiederaufforstung sind jedoch wenig überzeugend. Das Pflanzen von Bäumen in wüstenähnlichen Gegebenheiten ist extrem aufwändig, kostet viel Wasser, Zeit, Geld. Und das Ganze ohne Aussicht auf Gewinn. Für solche Projekte kann grundsätzlich niemand begeistert werden, der darauf angewiesen ist, mit besagtem Stück Land seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Für ein radikales Umdenken in der Landwirtschaft!

Das Konzept des Agroforstes (portugiesisch Agrofloresta) bietet genau auf solche Problemstellungen eine Antwort. Das Prinzip ist dabei simpel, aber einleuchtend: Gepflanzt wird so, wie es die Natur in freier Wildbahn auch tut. Viele verschiedene Pflanzen in veschiedenen Wuchshöhen bilden eine aufeinander abgestimmte Gemeinschaft. Dabei ist die Aufgabe des Landwirtes lediglich die Beschleunigung dieser natürlichen Prozesse. Anstatt also direkt Bäume zu pflanzen, werden kleinere, resistentere Pflanzen bevorzugt. Das können sowohl essbare und damit vermarktbare Pflanzen sein (z.B Ananas), als auch solche, die zur Gründüngung benutzt werden (z.B Kakteen und Sukkulenten). Die Aufgabe dieser Pflanzen ist es, den Boden für anspruchsvollere Kulturen vorzubereiten. So wie es auch die Natur tut, ist die Agrofloresta dabei niemals eine Monokultur. Die Mischung verschiedenster Arten erhöht die Widerstandfähigkeit gegen Schädlinge und verringert die Abhängigkeit des Landwirtes vom Verkauf bestimmter Ernten. 


Langfristig sorgt die Agrofloresta für die Entstehung eines vielfältigen Waldes voller Nutzpflanzen. So kann gleichzeitig der Lebensunterhalt des Landwirtes gesichert, als auch eine umweltfreundliche Nutzung des Landes garantiert werden. Die Agrofloresta ist  damit das erste Konzept, welches Umweltschutz und Ernährungssicherheit in Einem bedeutet. Mit der Anwendung des Prinzips der Agrofloresta kann der Klimawandel ernsthaft eingedämmt werden, und gleichzeitig der Einsatz von Ackergiften und chemischen Düngern extrem reduziert werden.




Studie der ETH Zürich belegt: Aufforstung ist das effektivste Mittel zur Eindämmung des Klimawandels!

 Durch die Veröffentlichung der Studie des „Crowther Lab“ der ETH Zürich ist das Thema Aufforstung in den Fokus des Medieninteresses gerückt worden. Wir freuen uns natürlich und sagen: Lieber spät als nie! 


Reportage von The Intercept  über die wachsende Bedrohung des Regenwaldes durch die "neue" Politik Bolsonaros.     

Ein wirklich hervorragender Einblick in die Geschichte des Regenwaldes aus Sicht indigener Völker und anderer Volksgruppen, die auf eine intakte Umwelt angewiesen sind um zu überleben. Lohnt sich wirklich!

Reportage lesen

Objekt der Begierde: Das Amazonas-Gebiet in Brasilien

Analyse des Instituto Tricontinental de Investigación Social, mit Übersetzung von Amerika21

Amazonien umfasst etwa 61 Prozent des brasilianischen Staatsgebiets und stellt den größten zusammenhängenden Tropenwald der Erde dar. In der Region sind 98 Prozent des indigenen Landes, 77 Prozent der Naturschutzgebiete und dazu Ländereien der afrobrasilianischen Quilombolas. Alles zusammen macht sie 32 Prozent der brasilianischen Landfläche aus.

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Artikel im Kölner Stadt Anzeiger

Von Susanne Esch, erschienen am 26.9.19


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