
Wir in Brasilien
Das sind wir
Polly und Anatol pflanzen seit 2020 in Brasilien Bäume.
Was als Traum vom eigenen Bauernhof begann, hat sich Dank der vielfältigen Hilfe von mittlerweile über 1000 Unterstützer*innen zu einer kleinen NGO entwickelt. Die Idee ist simpel: Wir pflanzen für euch Bäume, damit wir alle eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten haben.

Wir stellen uns vor

Polly Di
Geboren im Guanabara III lebe ich heute im Landesinneren von Süd-Bahia. Ich habe ein Jurastudium an der UFG abgeschlossen, aber das war eine Falle. Deshalb habe ich mich den Künsten zugewandt und Filmkunst an der Vila das Artes in Fortaleza studiert. Dieses Mal war es die richtige Entscheidung. Bilder zu entwickeln und zu schreiben ist meine Art mich zu erden. Und heutzutage pflanze ich. Ich pflanze falsche Kommata und Bananen in der Agrofloresta. Ich glaube an die Erde. An die Erde in der ich geboren bin und an die Erde auf der ich pflanze.

Anatol Gunkel
Geboren auf einem kleinen Gutshof in Köln, lebe ich seit einigen Jahren in Brasilien. Fasziniert von Mensch und Natur in den Tropen habe ich in Köln Regionalstudien Lateinamerikas studiert, bevor es mich jetzt endgültig in das Land der Gegensätze verschlagen hat. Je länger ich mich mit diesen auseinandersetze, umso mehr drängt es mich meine Privilegien als Europäer für ein gerechteres Brasilien einzusetzen.
Mit Agroforstwirtschaft setze ich mich seit 2016 auseinander, habe auf Farmen in den Bundesstaaten Ceará und Bahia gearbeitet und bewirtschafte seit 2020 meine eigene Agrofloresta.

Severo
Geboren und aufgewachsen in der ländlichen Region von Ilhéus, ist er der erfahrenste Pflanzenkundiger und Anbauexperte der Umgebung. Er kennt jede Pflanze, weiß, wofür sie gut ist und welche Heilkräfte sie besitzt – ein wahres Wörterbuch der Erde. Mit seinem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und seinem Herz am richtigen Fleck ist es eine Ehre, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Gil
Unser nächster Nachbar, Severo’s guter Freund und seit Beginn des Projekts mit dabei. Er ist ein Mensch, der anpackt, wenn es nötig ist, aber auch sehr feinfühlig sein kann. Er markiert die Hühner zum Schlachten – und streicht sie am nächsten Tag wieder von der Liste, weil er Mitleid mit ihnen hat. Einfach ein Lieber!

Vom Traum zur Zukunft
Der Traum
Polly und Anatol träumen davon, aufs Land zu ziehen – weg von der Stadt, näher zur Natur, nachhaltiger zu leben.
Der Wendepunkt
Als Bolsonaro an die Macht kommt, erkennen sie: Ihr Traum kann mehr sein als ein Rückzug – er kann ein Statement sein. Sie beschließen, ihr Vorhaben politisch zu denken und als Beispiel für regenerative Landwirtschaft und Gemeinschaftsaufbau zu nutzen.
Der Anfang (2020)
Sie kaufen ein Stück Land – ein „klassisches Feld“ der Region: abgebrannt, ausgelaugt, mit Maniok übernutzt, bis der Boden erschöpft war.
Im selben Jahr beginnen sie eine Baumschule, um Setzlinge bereitzustellen – mit Fokus auf heimische Bäume des Atlantischen Regenwalds, aber auch einige exotische Arten.
Aufbauphase
(Ab 2021)
Start des Agroforst-Projekts. Vieles läuft nach dem Prinzip Try and Error: Anfangs Begeisterung für seltene Urwaldriesen, dann die Erkenntnis, dass zuerst Pionierbäume gepflanzt werden müssen, um ein Mikroklima zu schaffen, in dem die großen Arten gedeihen können.
Weiterentwicklung
(Ab 2024)
Errichtung einer Manufaktur.
Produkte werden lokal in Hotels und Läden verkauft – und international auf Bestellung versendet.
Wie alles seinen
Anfang nahm


