
Agroforst
Landwirtschaft
als Klimaretter
statt Klimakiller.
Was ist Agroforst-wirtschaft?
Wir von Klimaretten Selbermachen forsten das Land auf, welches bereits Kettensäge und Feuer zum Opfer gefallen ist. Wo früher einmal 30 Meter hoher Regenwald wuchs, pflanzen wir jetzt wieder Bäume. Das Besondere daran: in deren Schatten bauen wir verschiedene Nutzpflanzen an. So entstehen landwirtschaftlich nutzbare Mischwälder. Dieses von Indigenen entwickelte Landwirtschaftskonzept nennt sich Agroforst. Es kombiniert Aufforstung mit nachhaltiger Landwirtschaft und ermöglicht so eine langfristige Nutzung des gepflanzten Waldes.
Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft nimmt die Fruchtbarkeit des Bodens dabei mit jeder Ernte zu, wodurch sich auch die Notwendigkeit, immer weiter Wald abzuholzen, erübrigt. Durch das Pflanzen von Agroforsten schützen wir das Klima also gleich doppelt:
Wir pflanzen nicht nur neue Bäume, sondern bewahren darüber hinaus noch bestehenden Wald vor der Brandrodung!


Beispiel Kakaoanbau
Urwald-Riesen spenden den nötigen Halbschatten für die niedrigen Kakaobäume. Dazwischen bleibt genügend Platz für Palmen, Stauden und mittlegroße Fruchtbäume.

„Wir arbeiten mit der effektivsten Technologie zum Speichern von CO₂ der Welt: Dem Baum.“
Wir forsten auf!
Wir arbeiten mit der effektivsten Technologie zum Speichern von CO₂ der Welt: Dem Baum. Aufforstung kommt eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung des weltweiten Temperaturanstiegs zu. Um als kleine NGO einen möglichst großen Beitrag zur Klimawende zu leisten, konzentrieren wir unsere Bemühungen auf ein Gebiet, in welchem die Aufforstung dreifach wirkt: Der brasilianische Atlantik-Regenwald. Dieser ist CO₂-Senke, Süßwasserreservoir und Artenvielfalt-Hotspot in einem.

Klimagerechtigkeit durch Agroforstwirtschaft
Wir pflanzen landwirtschaftlich nutzbare Mischwälder. Somit binden wir nicht nur CO₂, sondern schaffen auch gesunde Lebensgrundlagen für Kleinbäuer:innen im globalen Süden. Dies garantiert darüber hinaus, dass die Bäume nicht bloß gepflanzt, sondern auch „großgezogen“ werden. Die konventionelle Landnutzung ist verantwortlich für ein viertel der weltweiten Treibhausgase. Dass es auch anders geht, leben indigene Völker seit Jahrhunderten vor. Die Nutzung von Symbiosen zwischen verschiedenen Pflanzen und der Anbau von Nutzpflanzen gemeinsam mit Bäumen nennen wir heute Agroforstwirtschaft.
2-jähriges Agroforstfeld in Süd-Bahia
Bäume wachsen zusammen mit Bananen, Açaí, Kakao, Maniok und Ananas.

